Bestehende Betriebszeiten an den Schweizer Flughäfen sichern

Die Schweizer Landesflughäfen sind Schlüsselinfrastrukturen von nationaler Bedeutung. Die Regionalflughäfen mit Linienverkehr tragen entscheidend zur Standortattraktivität ihrer Region bei. Um die Nachfrage nach Flugreisen und Luftfrachttransporten auch in Zukunft bewältigen und somit einen wichtigen volkswirtschaftlichen Beitrag leisten zu können, sind die Flughäfen und ihre Nutzer auf wettbewerbsfähige Betriebszeiten angewiesen.

Konkurrenzfähige Betriebszeiten – Voraussetzung für eine wettbewerbsfähige Luftfahrt

Konkurrenzfähige Betriebszeiten sind wichtige Eckwerte für Flughäfen. Die Schweizer Flughäfen verfügen jedoch über vergleichsweise einschränkende Betriebszeiten. Insbesondere dem Flughafen Zürich wurde eine im Vergleich zu ausländischen Hubflughäfen äusserst restriktive Nachtflugsperre auferlegt. Damit ist der Betrieb eines interkontinentalen Drehkreuzes erheblich erschwert. Die Betriebszeiten müssen so gestaltet werden, dass die Fluggesellschaften ihre Flotten im harten Wettbewerbsumfeld effizient einsetzen und ihren Passagieren und Luftfrachtkunden nachfragegerechte und international konkurrenzfähige Ankunfts- und Abflugzeiten anbieten können. Dabei sind insbesondere die Tagesrandstunden von grosser Bedeutung. Der Bundesrat hat dies erkannt und in seinem Bericht 2016 über die Luftfahrtpolitik der Schweiz festgehalten, dass zusätzliche Einschränkungen der Betriebszeiten auf den Landesflughäfen die aus der Schweiz operierenden Gesellschaften in Schwierigkeiten bringen.

Flughäfen ergreifen Massnahmen, um die Betriebszeiten einzuhalten

Kapazitätseinschränkungen an den Flughäfen beeinträchtigen die Pünktlichkeit der An- und Abflüge. Verspätungen, die sich während des Tages aufbauen, verlagern sich teilweise bis in den späten Abend hinein. Damit die Flüge dennoch innerhalb der restriktiven Betriebszeiten abgefertigt werden können, ergreifen die Betreiber der Landesflughäfen gemeinsam mit der Flugsicherung und den Fluggesellschaften sorgfältig aufeinander abgestimmte Massnahmenpakete, um die Betriebszeiten einzuhalten.

Keine weitere Benachteiligung der Luftfahrt gegenüber anderen Verkehrsträgern
Während Fernzüge auf den Schienen sowie Personenfahrzeuge und Fernbusse auf den Autobahnen rund um die Uhr fahren können, wurden den Schweizer Flughäfen sehr strikte Nachtflugsperren auferlegt. Vor diesem Hintergrund spricht sich SIAA gegen eine weitere Benachteiligung des Luftverkehrs gegenüber den Verkehrsträgern Schiene und Strasse aus.

Fazit

  • Die Schweizer Flughäfen mit Linienverkehr akzeptieren ihre heute geltenden Einschränkungen der Betriebszeiten, um dem Ruhebedürfnis der Bevölkerung in den sensiblen Nachtstunden zu entsprechen.
  • Sie ergreifen Massnahmen, um die durch Kapazitätseinschränkungen beeinträchtigte Pünktlichkeit zu erhöhen und somit die restriktiven Betriebszeiten einhalten zu können.
  • Damit die Erreichbarkeit der Schweiz gesichert und die Nachfrage nach Flügen und Luftfrachttransporten auch in Zukunft wettbewerbsfähig bewältigt werden kann, müssen die derzeit an den Flughäfen geltenden Betriebszeiten gesichert werden. Diese Haltung vertritt auch der Bundesrat in seinem Bericht über die Luftfahrtpolitik der Schweiz 2016.
  • Deshalb keine weiteren Einschränkungen der Betriebszeiten an Schweizer Flughäfen mit Linienverkehr!